Kurze Geschichte des FÖJ in Baden-Württemberg

Seit 1990 haben in Baden-Württemberg mehr als 3000 junge Menschen ein FÖJ absolviert. Das FÖJ in Baden-Württemberg startete 1990 als Modellprojekt, an dem zunächst dreißig junge Menschen teilnahmen. Mit dem "Bundesgesetz zur Förderung eines Freiwilligen Ökologischen Jahres" vom Dezember 1993 endete die Modellphase.
Mittlerweile bieten die fünf Träger im Land in Kooperation mit ihren Einsatzstellen jedes Jahr knapp 500 jungen Menschen einen FÖJ-Platz in Baden-Württemberg an.

 

Daten und Fakten aus dem FÖJ

Dez. 1987
Antrag MdL Oettinger, Repnik u.a. im Landtag: Einrichtung eines FÖJ in Baden-Württemberg. Ziel des FÖJ soll Steigerung des Umweltbewußtseins, berufliche Orientierung, Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und persönliche Weiterentwicklung sein.

01.09.1990
Start des ersten FÖJ-Jahrgangs mit 30 Teilnehmenden

01.09.1991
Aufstockung auf 60 FÖJ-Plätze

1990-1993
Begleitung der Diskussion über ein Bundesgesetz. Baden-Württemberg besteht praktisch als einziges Bundesland auf einer Fortführung und gesetzlichen Regelung.

1993
Das FÖJ ist durch fehlende Bundesgesetzgebung gefährdet.
Podiumsdiskussion mit Landtagsabgeordneten beim Abschlussseminar in Heiligkreuztal. Der Abgeordnete Ulrich Müller, bis dahin kaum mit dem FÖJ befasst, erkennt die mögliche Beendigung des FÖJ als Fehler in der Jugendpolitik und setzt sich wirkungsvoll und nachhaltig für den Weiterbestand ein.

Dezember 1993
Das FÖJ-Gesetz wird im Bundestag verabschiedet.

1998/99
Einführung des Modellprojekts FÖJ in der Wirtschaft

1999/2000
Ausweitung auf 90 Plätze. Verstärkte Bemühungen um die Teilnahme von Haupt- und RealschülerInnen.

2000
Zehnjähriges FÖJ-Jubiläum in Rot an der Rot im Anschluss an das Abschlussseminar.

2002
Änderung des FÖJ-Gesetzes und des Zivildienstgesetzes: das FÖJ kann nun auf den Zivildienst anerkannt werden. Es nehmen gleich im ersten Jahrgang sieben KDVs teil.

Der Bund der deutschen katholischen Jugend Diözese Rottenburg-Stuttgart (BDKJ) wird als Träger im FÖJ zugelassen. Die Nachfolgeorganisation sind heute die Freiwilligendienste Diözese Rottenburg-Stuttgart.

2005
15-jähriges FÖJ-Jubiläum im Rahmen der Einsatzstellenkonferenz in Bad Urach.

2007-2021
Erfolgreiche Teilnahme an insgesamt sieben Zertifizierungen und Rezertifizierungen durch die Agentur QUIFD (Qualität in Freiwilligendiensten) mit Verleihung des QUIFD-Qualitätssigels.

2009
Das Diakonische Werk wird als Träger im FÖJ zugelassen.

2010
20-jähriges FÖJ-Jubiläum in Friedrichshafen mit Umweltministerin Dr. Tanja Gönner.

2010-2012
Sukzessiver Ausbau der Plätze auf 210.

Ab 2012
Erarbeitung trägerübergreifender Qualitätsstandards für Einsatzstellen und Bildungsarbeit.

2015
25-jähriges FÖJ-Jubiläum in Baden-Württemberg im Neuen Schloss unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Umweltminister Franz Untersteller ist einer der Festredner, Im Rahmen des Jubiläums wurde die Forderung 365+1 Plätze für das FÖJ in fünf Jahren aufgestellt.

Der Internationale Bund wird als Träger zugelassen.

Seit 2017
Jährliche (Unterbrechung durch Corona Pandemie) Würdigungsveranstaltungen für die FÖJ Teilnehmenden mit Workshops und Übergabe von Zertifikaten (2018, 2023, 2024, 2025)

2019
Einführung Teilzeit FÖJ. Von nun an können Freiwillige auf Antrag ihr FÖJ mit einer Zusatzvereinbarung auch in Teilzeit machen.
Bis 2024 ist ein sogenanntes “berechtigtes Interesse” notwendig.

Ab 2019
Regelmäßige Einsatzstellenbesuche durch Staatssekretär Dr. André Bauman (2019, 2022, 2023, 2024, 2025).

2020– 2022
Corona-Pandemie mit einer großen Digitalisierungswelle und der Verlegung der Seminare in den digitalen Raum. Für viele Freiwillige war ein reguläres FÖJ kaum möglich.

2020
Das 30-jährige FÖJ-Jubiläum auf dem Schlossplatz in Stuttgart wird aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

2022
Die Freunde der Erziehungskunst werden als Träger des FÖJ zugelassen

2023
Erhöhung des Taschengeldes für die FÖJ-Teilnehmenden auf 225,00€ und Anpassung der Fördersätze der Träger an gestiegene Kosten.

Einführung des Jugendtickets BW (heute D-Ticket Jugend-BW).

2024
Erfolgreiche Teilnahme der LpB BW am neu aufgestellten Zertifizierungsverfahren durch den FÖF e.V. (Förderverein Ökologischer Freiwilligendienste) mit Verleihung des Siegels “Qualität in Ökologischen Freiwilligendiensten”

2025
35-jähriges FÖJ-Jubiläum im Rahmen der Würdigungsveranstaltung im K in Kornwestheim mit Staatssekretär Dr. André Baumann.

Das DRK-Baden wird als neuer Träger für das FÖJ zugelassen

 

Kurze Geschichte des Fördervereins Ökologischer Freiwilligendienste

Der Förderverein Ökologische Freiwilligendienste e. V. (FÖF) ist der Dachverband von über 50 Trägern des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) sowie Zentralstelle für den Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) in Deutschland.

 

Daten und Fakten aus dem FÖJ

1993 – 2001
Mit der Einführung des FÖJ-Gesetzes treffen sich die Träger des FÖJ regelmäßig und unverbindlich mind. einmal jährlich zu einem bundesweiten Trägertreffen

31.05.2001
Gründung des Bundesarbeitskreis FÖJ (BAK) in Göttingen und Verabschiedung der Geschäftsordnung. Die LpB ist Gründungsmitglied und von 2001 bis zur Neugründung des FÖF Mitglied im Vorstand das BAK-FÖJ.

21.02.2008
Gründungsversammlung des FÖF e.V. (Förderverein ökologische Freiwilligendienste) in Berlin. Von da an besteht neben dem BAK-FÖJ ein eigenständiger Verein zur Unterstützung und Förderung des FÖJ und später auch des BFD. Die LpB ist Gründungsmitglied und von Anfang an bis 2020 im Vorstand des FÖF e.V. vertreten.

11.11.2015
Zusammenführung des BAK-FÖJ mit dem FÖF e.V. im Rahmen der BAK-Tagung in Stuttgart. Von da an leistet der FÖF e.V. die alleinige Interessenvertretung von FÖJ und BFD auf Bundesebene.

 

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